Zahlungsmodalitäten im ACP-Shop - mögliches Ausspähen von Kontodaten

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    • Zahlungsmodalitäten im ACP-Shop - mögliches Ausspähen von Kontodaten

      Hallo,
      im ACP-Shop gibt es leider nur zwei Zahlungsarten, und zwar per Kreditkarte oder mit Sofortüberweisung.de. Ersteres ist hierzulande nicht so verbreitet wie zB. in den USA, also werden die meisten die zweite Option wählen. Gemeint ist damit aber keine normale, "sofortige" Überweisung, sondern es handelt sich um einen Drittanbieter, der während des Zahlungsvorgangs Login sowie das geheime Passwort zum E-Banking abfragt, und hernach eine TAN für die Durchführung der Zahlung benötigt. Das bietet erstens keinerlei Mehrwert gegenüber einer normalen E-Banking-Überweisung und zweitens erhält ein Dritter, nämlich dieses Unternehmen und seine Mitarbeiter, unnötigerweise uneingeschränkten Zugriff auf das Konto des Auftraggebers. Damit ist es diesem Anbieter möglich, die letzten Kontobewegungen, Überziehungsrahmen, Kontodeckung und sonstige Daten auszulesen und ggf. für Bonitätsratings o.ä. weiterzuverwenden.
      Medienberichten zufolge hat der von ACP beauftragte Dienstleister, "Sofortüberweisung" (Payment Network AG) tatsächlich bereits diesen Vertrauensbruch begangen. Nachzulesen hier: golem.de/1105/83811.html und hier: golem.de/1105/83846.html.
      Ich schlage vor, mit ACP einen Diskussionsprozess darüber in Gang zu setzen, ob es nicht genauso möglich wäre, in Hinkunft statt des Zwangs zu so einem dubiosen Anbieter (Kreditkarte ist ja wirklich keine Alternative) die einfachste und sicherste Lösung in Erwägung zu ziehen, nämlich eine simple Inlandsüberweisung unter Angabe der Auftragsnummer im Verwendungszweck.
      Lg
    • Ich hab mein Gerät ein bisschen selbst konfiguriert, bin dann auf die Website von Apple weitergeleitet worden. Die haben diese Sofortüberweisungssystem nicht, d.h. sie geben dir ihre Kontodaten und du überweist den Betrag dann selbst. Hab aber trotzdem den Rabatt bekommen.

      Ich finde das System mit der Sofortüberweisung auch nicht gut, es kommt aber leider immer öfter vor. Das es so schlimm ist (Auslesung von Kontodaten), hab ich gar nicht gewusst.
    • Hm, also für mich ist die Zahlung über Kreditkarte nichts Ungewöhnliches. Ich mache das schon seit Jahren so, aber ein Ausspähen auf diese Weise wäre natürlich eine Frechheit... Überweisungen mache ich sonst nur über klassisches Telebanking, wer damit ein Problem hat, macht eben kein Geschäft :whistling:
    • Sehr geehrte Foren-Teilnehmer!

      Aufgrund Ihrer Kommentare haben wir vom Anbieter von sofortüberweisung eine Stellungnahme angefordert und dürfen Ihnen diese nachfolgend zur Kenntnis bringen.
      Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne persönlich per Email an ubook@acp.at oder gruppe@acp.at wenden. Ihr Team von ACP


      Statement Payment Networt AG vom 29.02.2012

      Als Anbieter von sofortüberweisung wollen wir, die Payment Network AG, den vom User 3116 erhobenen Vorwürfen offen entgegentreten:
      Sofortüberweisung ist eines der sichersten Zahlverfahren im Internet überhaupt. Bei mehr als 30 Millionen Transaktionen ist noch nie ein Endverbraucher, der sofortüberweisung genutzt hat, zu Schaden gekommen. Inzwischen wird sofortüberweisung von mehr als 22.500 Händlern in 7 europäischen Ländern angeboten.

      Trotz oder vielleicht gerade wegen unserer großen Markterfolge wurden wir von der Bankenlobby in Bezug auf unser bankenunabhängiges Bezahlverfahren immer wieder behindert. 2010 hat daher das Bundeskartellamt in Deutschland Kartellverwaltungsverfahren gegen alle fünf deutschen Bankenverbände (alle Verbände der Deutschen Kreditwirtschaft) eingeleitet. Weiter hat die EU-Kommission in 2011 auf Beschwerde der Payment Network AG ein Kartellverwaltungsverfahren gegen den EPC (eine Art europäischer Bankenverband) eingeleitet, weil die Behörden der Auffassung sind, dass bankenunabhängigen Systemen wie sofortüberweisung nicht der Marktzutritt verwehrt werden darf.

      Unseren Datenschutzhinweisen kann jeder Nutzer entnehmen, welche personenbezogenen Daten wir bei einer sofortüberweisung erheben und speichern. Von einem Nutzer von sofortüberweisung werden folgende personenbezogene Informationen gespeichert: Name, Kontonummer, BLZ, Betreff, Betrag, Datum. Diese Informationen erhält der Händler auch in der Zahlungsbestätigung. Diese Informationen kann der Händler grundsätzlich auch seinem Kontoauszug entnehmen. Weitere personenbezogene Daten werden nicht gespeichert, es werden keine weiteren personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben, es erfolgen auch keine Bonitätsprüfungen auf Grund historischer Zahlungsdaten.

      Soweit in dem Beitrag von einem „Vertrauensbruch“ oder „dubiosen Anbieter“ gesprochen wird, weisen wir dies zurück. In den zitierten Medienberichten vom Mai 2011 ging es nicht darum, ob sofortüberweisung zulässig oder unzulässig ist, sondern um die Frage, ob die Datenschutzhinweise für einen juristischen und technischen Laien verständlich genug sind. Auf Grund der kritischen Diskussion haben wir unsere Datenschutzhinweise überarbeitet und transparent für alle Nutzer formuliert.

      Unser System Sofortüberweisung ist auf Datensparsamkeit ausgelegt, d.h. mit sofortüberweisung können Sie ohne Registrierung, ohne Eröffnung eines „Accounts“ einfach und sicher mit Ihrem Onlinebanking-Konto bezahlen.

      Payment Network AG, Februar 2012
      Stefan (ACP - Mitarbeiter)
    • bis jetzt keine probleme

      Ich habe schon mehrmals über sofortüberweisung bezahlt, hatte ebenfalls anfängliches misstrauen, aber hat dann prima funktioniert. Ist beim ersten Mal schon eigenartig, wenn man da irgendwie seine Daten auf einer dritten Seite eingeben muss. Als Pender verwende ich den Service, weil man sich bei Flügen (z.B AUA et al) einen Teil der Servicegebühr sparen kann .... Und Kreditkarte ist eigentlich immer sicher. Das Ausspähen deiner Daten und verschludern deines Geldes erledigt schon deine Bank für dich, allerdings musst du sogar für dieses Service zahlen. ;) Schöne Grüsse.
    • Das Problem bei Sofortüberweisung ist nicht, ob die Daten bei diesem Unternehmen sicher sind oder nicht, sondern dass man bei Weitergabe von TAN und/oder PIN-Code sowie der Zugangsdaten des Kontos gegen die Geschäftsbedingungen bzw. Vertragsbedingungen der meisten Banken verstößt und im Falle des Falles (egal ob Sofortüberweisung dies verursacht hat oder ein Dritter/Fremder) für falsche oder unberechtigte Kontobuchungen haftet.