• Ich kaufe lieber GREEN-IT als RED-IT (nicht sozial-ökologisch Produziert)! 4

    1. Green-IT (2) 50%
    2. Red-IT (2) 50%
    3. weder noch (0) 0%

    Hallo liebe Leute und u-book Organisatoren,


    möchte hier eine Anregung in den Raum stellen, über die ernsthaft nachgedacht werden sollte.
    Das u-book Programm ist an StudentInnen und allgemein MitarbeiterInnen von Universitäten gerichtet. Ein Großteil dieser Menschen (Please login to see this link. sehr nachhaltig zu konsumieren. Daher wäre es einerseits aus ökonomischen Gründen sinnvoll, wenn man IT-Produkte anbieten würde, die nachhaltig produziert worden sind. Andererseits sollte u-book gerade, weil die verkauften Produkte an Universitäten angeboten werden als Vorreiter und daher Meinungsbildner gelten.


    Meine Ideen dazu: Erstens, die angebodenen Firmen überdenken. Lenovo ist u.a. nach Greenpeace nicht gerade an vordester Stelle der sozial-ökologischen Produktion. (dazu: http://www.golem.de/specials/greenit/; Please login to see this link.). Zweitens, könnte man auf diesem Weg die Komponenten die von u-book zusätzlich angeboten werden, nicht nur auf Leistung sondern auch auf Nachhaltigkeit prüfen und auswählen, und in diesem Zusammenhang eine Art Siegel einführen, das garantiert das u-book nur Komponenten verbaut die bestimmten Kriterien entstprechen. Drittens, könnte man dann noch eine Rubrik mit nachhaltigen IT-Produkten aufmachen.


    Für die, die es noch nicht kennen ein Film-Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=rGPASWGDk60 oder Please login to see this link. :)


    Wie solche Ideen konkret umgesetzt werden sollen, könnt ihr sicher in Erfahrung bringen.
    LG Chris

  • Das mag zwar theoretisch ein tolles Konzept sein, aber Green-IT (arbeite selbst nebenher in dieser Branche) findet doch eher auf einer anderen Ebene statt. Stromsparen und den Footprint minimieren, unnötige Laufzeiten bei Computern minimieren, Virtualisierung zur besseren Auslastung von vorhandenen Serveranlagen; Green IT eben. Allerdings ist es schwierig, sich dabei auf die Herstellungsprozesse in der Auswahl von Komponenten zu beziehen. Wie du aus den anderen Threads entnehmen kannst, zählen bei Laptops die inneren Werte. CPU, Display, Größe, GPU, RAM. Zusätzlich Support und Reparaturservice. Es ist ja schon schwierig genug, ein interessantes und diversifiziertes Sortiment anzubieten, ohne zusätzlich auf Herstellungsprozesse einzugehen und auszusortieren; was gar nicht unabhängig möglich ist, und man sich so auf externe Quellen beziehen muss.


    Beispiel Apple: Alle neuen Laptops haben eine Umweltzertifizierung nachträglich (MBP Retina z.B.) erhalten, trotzdem ist der Recycling-Prozess ein Problem (verklebte Akkus, Sonderschrauben, etc.), der Herstellungsprozess bei Foxconn undurchsichtig, geschweige denn von Zulieferern. Die selben Zulieferer sind aber genauso für andere Firmen tätig, Foxconn fertigt ja auch für viele Hersteller. Sollte man deshalb Sachen aus dem Sortiment nehmen? Nein.


    Auf welche Statistik sollte man sich denn verlassen?


    Ich persönlich wähle weiterhin Hardware nach meinen Anforderungen und nach meinem Budget aus, genauso wie es auch in der IT-Branche allgemein üblich ist. Wenn ich dann eine Auswahl habe, dann wäge ich Stromverbrauch und andere Faktoren ab. Ich fände es sehr schade, wenn das Angebot hier (das sowieso nur 3 Firmen umfasst, die netterweise freiwillig Studenten einen Discount bieten) kastriert wird.


    Und letztendlich sind Studenten nicht die Zielgruppe für Premium-Preise für ein lupenreines Ökogewissen. Wer im 4. Semester ohne Nebenjob studiert, hat sowieso kein großes Budget. Aus diesem Grund wurde u:book eingeführt. Den Preis dann wieder zu heben, um ökologischere Produkte anzubieten, wird dir bei so einer Zielgruppe nicht viel Gegenliebe bescheren.


    Aber das ist nur meine Meinung und ich freue mich schon auf ein MBP Retina, trotz eingeklebten Akku.


    Bei deiner Umfrage gibt es nur zwei Optionen: Was soll ich da nun anklicken? Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass es Leute gibt, die technische Geräte mehr nach Herstellungsprozess, als nach Features kaufen. Keiner greift absichtlich zum Produkt mit der schlechtesten Umweltbilanz, sondern zu dem Gerät, dass seinem Anforderungsprofil oder seinen Wünschen entspricht. Umweltbilanz ist da meist kein Entscheidungsfaktor. Ich würde also ankreuzen, "weder noch".

  • Das Thema Green-IT ist sicherlich im Kern ein gutes und interessantes. Natürlich gibt es auch hier eine Lobby die Interesse vertritt. Und natürlich ist es für alle Firmen, schon allein aus PR-Gründen, ein Vorteil sich einen Green-IT-Sticker auf die Geräte kleben zu dürfen. Und natürlich wäre es sehr schön, wenn man entsprechende Produkte anbieten könnte.


    u:book stützt sich jedoch auch auf die Evaluierung des Projekts Neptun, dem ETH-Zürich-Spin-Off. Sofern diese bei ihrer nächsten Evaluierung auch Green-IT-Gesichtspunkte berücksichtigt und dadurch eine Veränderung in der Firmenlandschaft stattfindet, werden wir diese Änderung zu gegebener Zeit sicherlich bei u:book abbilden. Bis dahin verfolgen wir natürlich auch weiterhin gespannt das Thema Green-IT.

    I hear you say "Why?" Always "Why?" You see things; and you say "Why?"
    But I dream things that never were; and I say "Why not?"


    —George Bernard Shaw (1856-1950)