Display-Seitenverhältnis, Blick in die Kristallkugel bitte.

  • Bis vor kurzem gab es ja noch einige Business-Notebooks mit 4:3-Schirm. Mit Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, dass diese Zeit vorbei ist und 16:9 jetzt Standard ist. Damit kann ich gerade noch leben. Jetzt schreckt es mich aber, dass HP das ProBook 5310m mit einem 16:9-Display als Business-Gerät positioniert. Wird sich dieser Trend weiter fortsetzen?


    Und generell: mir gehen die Pixel in der Vertikalen immer viel schneller aus, als in der Horizontalen. Was ist der Vorteil der breiteren Schirme, außer zum Filmschauen? Spontan fällt mir nur ein, dass der Hersteller weniger Fläche (=billiger) mit derselben Diagonale vermarkten kann.

  • Die meisten Bildschirm haben nicht 16:9 (wie Fernseher) sondern 16:10.
    D.h. man hat auch beim Filmschaun einen schwarzen Rand (minimal) bzw. bei CinemaScope einen stärkeren.
    Es geht da aber eher nicht um Videos sondern um die Tatsache wie man arbeitet und auch wie man sieht.
    Viele Programme sind in Spalten aufgeteilt. Ob das jetzt ein Mail Programm ist (meistens sind links die Ordner, mittig die Mails selbst und manchmal rechts noch diverse Infos), oder ein Kalender (links die einzelnen Kalender, mittig die Einträge, rechts wieder Infos), Photoshop (links die Werkzeuge, mittig das Bild, rechts diverse Paletten), Finder/Explorer (links die Ordner, mittig die Dateien und rechts davon Infos zu den Dateien), Internet Seiten usw.
    Sie sind alle nicht in einer Wurst wie ein Buch angelegt sondern in Spalten und Bereiche.
    Und 16:10 entspricht einfach viel mehr dem natürlichen Gesichtsfeld als 4:3.


    Natürlich hat man durch das 16:10 einen Nachteil wenn man wirklich nur eine einzelne A4 Seite lesen will -> man muß einfach mehr scrollen, aber sobald man rechts oder links von der Seite auch nur ein einziges Fenster hat (können Werkzeuge sein, oder diverse Info Fenster) ist man mit 16:10 eigentlich wieder im Vorteil. Die A4 Seite kann durch den 16:10 Bildschirm größer (was die Breite betrifft) dargestellt werden.
    Und normalerweise will man ja nur nach oben/unten scrollen und nicht zur Seite. Und da hat 16:10 einen klaren Vorteil.


    LG,
    Martin Pitzl

  • Ja, richtig, da habe ich mich verschrieben:

    dass diese Zeit vorbei ist und 16:9 jetzt Standard ist.

    hab gemeint, dass jetzt 16:10 Standard ist.


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    Ich habe beim Lesen generell lieber kürzere Zeilen, das macht den Zeilensprung viel einfacher und angenehmer. Deshalb passiert es oft genug, dass ich den Browser auf 2/3 der Bildschirmbreite verschmälere. Für zwei Fenster nebeneinander reicht es aber doch meist nicht. Und das vertikale Scrollen nervt. Speziell wenn man es zB mit Tabellenkalkulationen zu tun hat, wo man gern mehr im Blickfeld hätte, oder mit Dokumenten, wo im Fließtext Abbildungen referenziert werden, die darüber oder darunter liegen, oder mit Emails von Top-Postern, usw...

  • Ich hab mir jetzt einmal die aktuelle Color Graphics Displayreihe von Eizo angesehen… die wohl zur Zeit unbestritten beste Displaymodellreihe auf dem Markt.
    Bis auf die 2 kleinsten Modelle sind alle anderen im 16:10 Format.


    Eine Firma wie Eizo könnte es sich gar nicht leisten wenn widescreen Monitore im professionellem Bereich nicht Vorteile gegenüber Formaten wie 4:3 u.a. hätte.

  • Ich empfinde die 16:10 auf dem 12" auch deshalb als gut, da dadurch viel mehr Breite für das Keyboard zur Verfügung steht.

    Stimmt, früher hatten die 12-Zöller immer Miniaturtasten und jetzt geht sich Fullsize-Tasten aus. Daran hatte ich nicht gedacht.